Klebefieber

Unsere Baustelle zu Hause ist zwar so gut wie abgeschlossen, aber ein paar Kleinigkeiten fehlen immernoch. Zum Beispiel sind noch ein paar Leisten am Boden und an der Holzdecke zu montieren, wir haben noch keine Nachttische, die neue Sockelleiste an der Küche fehlt, der Maler muss noch ein paar Sachen ausbessern und so weiter. Also alles nichts mehr Großes, aber fertig sind wir eben auch noch nicht.

Wie ihr bestimmt auf Facebook gesehen habt, ist vor kurzem meine Küche umgezogen. Einen neuen Kühlschrank hab ich jetzt auch und pünktlich zu meiner Dinner Runde waren alle Sachen, die ich zum Kochen brauche auch endlich in der Küche zu finden. Die Routine ist aber noch nicht ganz zurückgekehrt. Ich bin teilweise immernoch am suchen wo denn jetzt der Schneebesen ist, oder wo jetzt das Schneidebrett ist und das alles nur, weil es jetzt Seitenverkehrt ist. Ja, ja, der Mensch ist ein Gewohnheitstier 😉

Da das Thema „Umbau“ mich in diesem Jahr und vor allem in den letzten Monaten sehr beschäftigt hat, möchte ich euch nicht nur immer wieder einen Status von der Baustelle geben, sondern heute widme ich dem Ganzen einen eigenen Blog Post. Man hat ja immer wieder mit kleinen und großen Problemen zu kämpfen und bei der Lösung darf man auch gerne mal etwas kreativ sein. Momentan versuche ich alle Probleme mit dem Satz „Das kleben wir einfach!“ zu lösen. Klappt leider nicht so gut. Das letzte Problem was ich mit diesem Satz lösen wollte, war die Befestigung von Wandhaken für meine Handtaschen. Sosehr ich auch meine Tesa Powerstrip Wandhaken liebe, aber so eine George Gina & Lucy Handtasche ist für die doch einfach zu schwer 😦

Welches Problem ich aber ganz gut „kleben“ konnte war folgendes: Die Toilette in der neuen Wohnung war soweit eigentlich in Ordnung, weshalb wir uns gegen das komplette Ersetzen der Fliesen entschieden haben. Wir haben also nur das Waschbecken und die Toilettenschüssel ausgetauscht. Problematisch war allerdings, dass links und rechts neben der Toilette Griffe befestigt waren (behindertengerecht). Wir brauchten die natürlich nicht und haben sie abgeschraubt. Allerdings lachten uns jeweils zwei große Löcher in den Fliesen an. Das wollte ich natürlich nicht so lassen, also mussten Fliesenaufkleber her. Bei ebay hab ich tatsächlich passende gefunden und mit wenigen Handgriffen waren sie dann auch schon an Ort und Stelle angebracht. Man erkennt fast gar nicht, dass hier was drauf geklebt wurde. Sogar unser Installateur war ganz begeistert als er meine „neuen“ Fliesen gesehen hat.

Dinner mit Freunden

Ich bin ja ein großer Fan von „Das Perfekte Dinner“ auf VOX. Ich schaff es zwar im Moment nicht jede Folge anzuschauen, aber wenn’s passt, kann ich auch mal drei Folgen hintereinander anschauen. Schon länger hatten wir im Freundeskreis mal beschlossen selber so eine Dinner Runde zu veranstalten. Leider konnten wir es bisher noch nicht in die Tat umsetzen. Aber bei einer lustigen Stammtischrunde kam das Thema wieder auf und diesmal haben wir Nägel mit Köpfen gemacht. Wir waren an dem Abend sechs Mädels und alle waren von der Idee begeistert. Also beschlossen wir im November soll’s losgehen. Gestern war es dann tatsächlich soweit. Ich durfte die erste Gastgeberin sein. Meine Aufgabe: Menükarten gestalten, diese einen Tag vorher an meine Gäste verteilen und ein möglichst perfektes drei Gänge Menü servieren!

Die Menükarten hab ich selbst gebastelt und Freitag Abend waren sie bei meinen Gästen im Briefkasten.
Dinner_Einladung

Mein Menü stand unter dem Motto „Servus Herbst!“. Da ja nächste Woche schon der erste Advent ist, wollte ich den Herbst mit meinem Dinner kulinarisch verabschieden. Am Samstag um 19 Uhr begrüßte ich meine Gäste mit einer „Roten Bowle“. Diese bestand aus einem drittel Apfelsaft, einem drittel Kirschsaft, einem drittel Sekt, einem Spritzer Amaretto und in Amaretto eingelegte Waldfrüchte. Für die alkoholfreie Variante hab ich einfach den Amaretto weg gelassen und einen alkoholfreien Sekt verwendet. War wirklich lecker!

Zum Aperitif gab es noch ein selbstgemachtes Focaccia mit geröstetem Knoblauch und Rosmarin und dazu Butter mit Bad Reichenhaller Kräutersalz. Das Rezept hab ich von einem meiner Lieblingsblogs „Kochkarussell“ den die liebe Mia schreibt. Bei ihr hab ich schon öfter tolle Rezepte abgestaubt. Meine Freundin meinte es schmeckt wie in Rom. Kann man ein schöneres Kompliment bekommen? Ich denke nicht! 🙂

Zur Vorspeise servierte ich eine Kürbis-Kokos-Suppe (mit Ingwer). Das Rezept kam mal wieder von Chefkoch.de.

Es folgte ein Schnitzel á la Flammkuchen mit Herzoginkartoffeln und Salat.

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Den Abschluss bildete mein Dessert: Heißer Keks mit Vanilleeis und Orangen Mousse.

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Für den Heißen Keks hab ich einen Teig aus
150g Butter
150g Zucker
1 Ei
150g Mehl
1/2 TL Backpulver
100g backfeste Schokostücke

zusammengerührt (erst Butter, Zucker und das Ei, dann den Rest dazu). Diesen Teig hab ich in feuerfeste Förmchen gefüllt und ca. 20 – 25 Minuten bei 170°C im Ofen gebacken. Der Teig sollte oben goldbraun und etwas knusprig sein, innen ist er aber noch weich und fluffig.

Den Tisch hab ich passend zum Motto in herbstlichen Farben mit kleinen Zierkürbissen dekoriert.

Nach erfolgreichen drei Gängen ging es ans Punkte vergeben. Ich hab kleine Kärtchen vorbereitet mit den Zahlen 1 bis 10 drauf. Jeder musste nur die gewünschte Zahl ankreuzen. Die Kärtchen sind in ein Kuvert gewandert, das zugeklebt wurde. Wenn alle durch sind, werden die Punkte ausgezählt und wir sehen wer gewonnen hat. Für den Gewinner gibt es einen Buch-Gutschein.

Ich fand den Abend einfach wunderbar! Es hat alles so geklappt wie ich mir das vorgestellt habe und mir persönlich hat jeder Gang sehr gut geschmeckt. Es hätte alles noch ein bisschen wärmer sein können, aber da muss ich einfach noch an meiner Organisation arbeiten 😉 Jetzt hab ich es hinter mir und darf die nächsten Male ganz entspannt genießen! Ich freu mich drauf!

Wie bei der Oma!

Also ich bin ja zu einer Zeit aufgewachsen, in der es noch keinen gesetzlichen Anspruch für einen Krippenplatz gab. Meine Eltern waren aber dennoch beide berufstätig und ich war einfach bei Oma und Opa. In den Kindergarten ging ich erst mit vier Jahren. Ja, so war das bei mir.

Die Oma hat natürlich auch immer gut für uns gekocht und was ich ganz besonders gern mochte waren Mehlspeisen. Vorher gab’s immer eine Suppe (die mochte ich nicht) und dann gab’s zum Beispiel gefüllte Roggen, Apfelstrudel oder Semmelschmarrn mit Apfelkompott. Heute stell ich euch das Rezept für gefüllte Roggen vor.

Zutaten:
1 Liter Milch
4 Eier
2 EL Zucker
1/2 Pck. Vanillezucker
6 Milchbrötchen
Erdbeerkonfitüre

Die Milch in eine Schüssel geben und die Eier, den Zucker und Vanillezucker dazu geben. Alles mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Die Brötchen halbieren (nicht wie bei belegten Semmeln, sondern in der Mitte auseinander brechen), das Innere heraus pulen und in die Milch geben. In die Brötchenhälften jeweils einen Teelöffel Erdbeerkonfitüre geben und das Innere aus der Milch wieder in das Brötchen stopfen. Die gefüllten Brötchen in die Milch geben und kurz einweichen lassen.

Eine Auflaufform einfetten und die Brötchen hinein schichten. Die restliche Milch darüber gießen und das ganze bei 180°C Heißluft ca. 45 Minuten im Ofen backen.

Das Ganze mit Vanillesoße servieren.

Guten Appetit!