Süße Resteverwertung

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen 1-2 Posts pro Woche zu veröffentlichen. Dummerweise klappt das im Moment nicht so ganz, weil mein Mann und ich uns wohntechnisch vergrößern und jetzt ein ewiges Gerenne wegen irgendwelcher Unterlagen und Handwerkerangebote etc. losgebrochen ist. Da bleibt gerade nicht so viel Zeit zum Schreiben und vor allem zum Fotografieren. Aber noch hat der Umbau nicht begonnen und ich versuche einfach schon ein paar Sachen vorzubereiten. An Ideen mangelt es wirklich nicht 🙂 Ansonsten hoffe ich ihr nehmt es mir nicht übel, wenn es die nächsten Monate hier etwas ruhiger wird.

Ihr kennt das bestimmt auch: Ihr kautft irgendwas ein, weil ihr Lust drauf habt, oder schon einen Plan was daraus werden soll, aber kommt vielleicht nicht dazu die Zutaten zu verarbeiten. Nach ein paar Tagen/Wochen stellt ihr fest: Oh, das Verfallsdatum ist bald erreicht (oder schon leicht überschritten) und dann muss das Zeug weg! Bei mir war’s jetzt auch mal wieder soweit. Die Opfer sind ein Becher Naturjoghurt und ein Becher Quark. Gut, dass die zwei so gut zusammen passen! Ich hab mich entschieden ihnen eine reife Banane und ein paar Erdbeeren (TK) als Partner zur Seite zu stellen.

Zuerst hab ich also den Quark und den Joghurt mit zwei Teelöffeln braunem Zucker gut miteinander verrührt. Die Erdbeeren hab ich aufgetaut und püriert. Das Erdbeerpüree hab ich unter die Quark-Joghurt Masse gerührt und dann die Bananen hinein geschnippelt. Oben drauf noch ein paar Kokos- und weiße Schokoraspeln und fertig ist das Restevernichtungs-Dessert.

 

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Frohe Ostern!

Ich wünsch euch allen frohe Ostern! War der Osterhase bei euch aus so fleißig? Mir hat er ja ganz tolle Sachen vorbei gebracht. Natürlich viele süße Leckereien, aber auch ganz tolle Tassen mit Eulen Motiv und dazu passende Servietten.

Wie bei allen Feiertagen wird bei uns groß aufgekocht. Heute hatte mein Papa das Küchenzepter in der Hand und hat uns eine wirklich leckere Pute in einer Currysoße mit Reis gezaubert. Hört sich jetzt vielleicht nicht so besonders an, war aber besonders lecker! Morgen schwing ich den Kochlöffel. Da gibt’s dann ganz klassisch Sauerbraten mit Knödel.

Für die österliche Kaffeetafel hab ich eine Schokoladen-Himbeer-Torte gezaubert. Diesmal nicht alles genau nach Rezept, sondern einfach nach dem was ich so zu Hause hatte. Das Rezept für den Boden hab ich bei Chefkoch.de gefunden und noch nach meinem Geschmack angepasst.

Zutaten für den Boden:
250 g Mehl
100 g Mandeln gemahlen
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
1 Priese Salz
1 Päckchen Backpulver
200 g Zucker
350 ml Milch
4 EL neutrales Speiseöl (z.B. Sonnenblumenöl)
3 EL Amaretto
1 EL Nougat (geschmolzen)
1 EL Kakao

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verrühren und 50 Minuten bei 180°C backen. Ich hab den Teig in einer 18cm Springform gebacken, dann bleibt aber ein bisschen Teig übrig aus dem ich dann noch ein paar Muffins gebacken habe.

Nach dem Auskühlen wurde der Teig zweimal durchgeschnitten, man drei Böden raus bekommt.

Zutaten für die Füllung und Dekoration:
ca. 100 g Himbeeren TK
100 g Vollmilch Schokolade
1 Päckchen Dr. Oetker Gebäckcreme Schoko
1 Becher Sahne
Candy Melts in grün
3 Blatt Gelatine
etwas Zucker

Zwei der Böden hab ich mit geschmolzener Vollmilch Schokolade bestrichen. Das Ganze muss dann erst mal fest werden. Die übrige Schokolade hab ich in einen Hasen Plätzchausstecher, welchen ich auf ein Stück Backpapier gestellt habe, gegossen. Bevor die Schokolade ganz fest war, hab ich den Ausstecher entfernt und die Schokolade dann ganz aushärten lassen.

Die Himbeeren hab ich kurz mit etwas Zucker aufgekocht bis sie zerfallen sind. Dann die eingeweichte Gelatine einrühren. Bei der Menge hab ich das mehr nach Gefühl gemacht. Ich wollte eine fruchtige Note aber nicht eine richtig dicke Schicht, die mir dann wieder überall raus läuft. Deshalb war ich etwas sparsamer mit den Himbeeren. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, einfach auf den ersten Boden streichen. Den zweiten Boden drauf setzen und ebenfalls mit Himbeeren bestreichen. Dann den dritten Boden drauf setzen.

Ich bin Mitglied im Dr. Oetker Backclub und bekomme da mit jeder Mitgliederzeitschrift auch Produkte mitgeschickt. Daher hatte ich auch die Gebäckcreme die bei dieser Torte gleich zum Einsatz kam. Man muss das Pulver nur in einen Becher Sahne einrühren und schon hat man eine schöne, feste Schokoladencreme. Mit der hab ich dann die Torte eingestrichen.

Die Candy Melts, die es übrigens momentan bei Nanu Nana gibt, hab ich geschmolzen und mit einem Löffel in Streifen auf Backpapier laufen lassen. Nachdem das fest war, hab ich mir kleinere Stücke abgebrochen und auf den Rand der Torte gedrückt, so sollte der Eindruck von Gras entstehen. Etwas von den Candy Melts hab ich kreisförmig auf ein Backpapier gestrichen und meinen Schoko Hasen drauf gesetzt damit er mir nicht mehr umfallen kann 🙂 . Ich hatte noch ein paar Zuckerblumen, die ich auf der Torte verteilt habe und noch den Hasen drauf gesetzt. Fertig war meine Ostertorte!

 

 

Mein Bayern – Start der Blogpost Reihe

Diese Woche bin ich so durch die Nürnberger Innenstadt geschlendert und in einem sentimentalen Anflug hab ich mir so gedacht, dass es hier wirklich schön ist! Die Sonne lacht vom Himmel und verleiht so der Lorenzkirche einen fast magischen Schimmer, links von mir die Nürnberger Burg, vor mir ein Stand mit veganen(!) und glutenfreien(!) Nürnberger Lebkuchen… Ja, das fränkische Städtchen hat schon seinen Reiz! Als ich dann wieder in der Ubahn saß überkam mich die Idee zu dieser Blogpost Reihe, die ich heute starten möchte. Einmal im Monat möchte ich euch ein Stück Bayern – also ein Stück meiner Heimat – näher bringen.

Es wäre jetzt natürlich naheliegend, wenn ich mit Nürnberg beginnen würde, aber da brauche ich noch etwas Vorbereitungszeit. Schließlich will ich auch ein paar schöne Fotos dazu liefern. Deshalb starte ich heute mit einer meiner lieblings Bayerinnen, Monika Gruber. Sie ist  Kabarettistin und Schauspielerin. Wer die Anfangsfolgen von „Hubert und Staller“ oder „München 7“ aus der „Heiter bis Tödlich“ Reihe im Ersten kennt, kennt auch Monika Gruber. Vielleicht hat auch schon der ein oder andere ein Bühnenprogramm von ihr gesehen.

Monika Gruber wurde im Juni 1971 in Wartenberg im Landkreis Erding geboren. Aufgewachsen ist sie in Tittenkofen auf dem Bauernhof ihrer Eltern zusammen mit ihren zwei jüngeren Brüdern, dem Großonkel Miche (alias Opa) und der Oma. Heute würde man das „Mehrgenerationenhaus“ nennen, damals war das einfach normal. Monika Gruber machte ihr Abitur und arbeitete zunächst erfolgreich als Fremdsprachensekretärin. Bis sie sich mit 27 Jahren dazu entschloss, doch ihrem Traum von der Schauspielkarriere nachzugehen. Gott-sei-Dank!

In diesem Jahr hat sie ein Buch herausgebracht mit dem Titel „Man muss das Kind im Dorf lassen“. Ich musste nicht lange überlegen und schwupps war das Buch gekauft und auch schon auf meinem Kindle zum Lesen bereit. Kaum angefangen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, weil es einfach so unterhaltsam und authentisch war. Ich bin zwar nicht direkt auf dem Land aufgewachsen, aber ich hatte

 

doch immer wieder das Gefühl auch so Menschen und Situationen zu kennen, die sie in ihrem Buch beschreibt. Es ist einfach das wahre Leben und das schreibt ja bekanntlich die besten Geschichten. Sie vermittelt in ihren Erzählungen so viele Gefühle, dass ich an der ein oder anderen Stelle wirklich Tränen in den Augen hatte (teilweise weil ich so lachen musste und teilweise weil es einfach traurig war).

Ich hatte am Ende das Gefühl, eine gute Feundin hat mir einen Schwank aus ihrem Leben erzählt. Ohne größere Dramen aber mit den Hochs und Tiefs die so ein Leben einfach mit sich bringt.

Vielen Dank für diese persönlichen Einblicke!

Ich hätte euch gerne noch einen Lieblingssatz aus dem Buch zitiert, aber dann müsste ich das ganz Buch abschreiben 🙂 Ich finde es von vorne bis hinten einfach toll und unterhaltsam!

Monika Gruber

Ein süßes Geschenk aus meiner Küche

In der Blog- und Bücher-Welt sind ja Geschenke aus der Küche ein großes Thema. Wer sich da etwas umschaut wird viele Rezepte und DIY Ideen dazu entdecken. Aber mal ehrlich! Es ist ja auch irgendwie praktisch! Ich bin momentan so viel am Backen und ausprobieren, warum sollte man das nicht nutzen und jemandem damit eine Freude machen!

Ich hab ja schon erzählt, dass ich stolze Besitzerin einer „Der Gugl“ Backform bin und diese kleinen leckeren Dinger sind echt super als kleines Mitbringsel wenn man eingeladen ist. Sie sind schnell gemacht und auch wenn man gerade nicht mehr so viele Zutaten zu Hause hat, reicht es meist doch für einen Schwung Mini Gugl. Das Ganze noch hübsch verpacken und fertig ist das Gastgeschenk!

Wie man so eine hübsche Verpackung schnell und einfach zaubern kann zeig ich euch heute. Ich muss gestehen, die Idee ist nicht von mir. Ich hab ein entsprechendes Foto auf Pinterest entdeckt.

1. Ich hab einen 10er Eierkarton genommen und hab den Aufkleber der ursprünglich drauf war vorsichtig abgelöst.

2. Den Aufkleber hab ich als Schablone verwendet um damit ein Stück Geschenkpapier passend zuzuschneiden, welches ich dann auf den Karton geklebt habe.

 

Eierkarton

3. Aus Bastelpapier hab ich ein Schildchen ausgeschnitten, bei dem ich die Ecken mit einem Motivstanzer bearbeitet habe. Mit einem silberfarbenen Gelstift hab ich noch den Schriftzug „A bissl was süßes“ ergänzt und das Schildchen mittig auf die Schachtel geklebt. Dann das Ganze noch ein bisschen mit Glitzersteinen und Aufklebern aufhübschen.


4. Für die Vertiefungen des Eierkartons hab ich kleine Quadrate aus einer Serviette zurechtgeschnitten und dort hinein gelegt. Darauf hab ich dann die Mini Gugl gesetzt.

Fertig!

Befüllt

Hallo Baby!

Vor ein paar Wochen kam die kleine Helena zur Welt und alle Verwandten machten sich mit Bergen von Geschenken auf den Weg um sie zu begrüßen. So auch mein Mann und ich. Die Wahl des Geschenks fiel auf eine selbstgemachte Windeltorte. Es gibt zwar auch welche bei DM oder Müller fertig zu kaufen, aber ich wollte das einfach mal selber ausprobieren. Wenn ihr dazu mal kurz im Internet googelt werdet ihr diverse Anleitungen finden. Ich erklär euch das aber an dieser Stelle auch noch mal. Eigentlich ist da nämlich nix dabei und es geht auch total schnell!

Ihr braucht für eine kleine zweistöckige Torte:

  • Windeln ca. 48 Stück
  • etwas Garn
  • ein paar schöne Bänder
  • Pappkarton oder ein rundes Tablett
  • diverse Spielsachen, Pflegeartikel, Fläschchen, Schnuller oder was ihr sonst noch wollt
  • Wäscheklammern

Zuerst hab ich ganz viele Windelröllchen produziert. Dazu einfach die Windeln von der geschlossenen Seite aufrollen und mit einer Wäscheklammer fixieren.

Wenn ihr einen Pappkarton als Unterlage verwenden wollt, schneidet diesen mit Hilfe eines großen, runden Tellers zu und beklebt ihn zum Beispiel mit Geschenkpapier oder Servietten. Lasst eurer Kreativität einfach freien Lauf 🙂 Ich hatte noch ein rundes, silberfarbenes Tablett zu Hause und hab einfach das genommen.

Für die unterste Ebene hab ich ein Stück von einem Eierkarton abgeschnitten, hab darauf eine Babypuderflasche gestellt und darum dann die Windeln kreisförmig angeordnet. Dadurch, dass ich ein Tablett mit Rand benutzt hab hat das ganz gut gehalten. Mann kann auch einen großen Haushaltsgummi als Hilfe benutzen. Das Babypuder soll den zweiten Stock stabilisieren. Man kann natürlich auch was nehmen, was schon groß genug ist, dann kann man sich den Eierkarton sparen.

Ich hab dann ein Stück Garn um den ersten Stock gebunden, damit das Ganze erstmal zusammenbleibt.

Für den zweiten Stock hab ich dann die ca. 16 Windeln die noch übrig waren um die Babypuderflasche geschlichtet und wieder mit Garn fixiert. Hier wäre ein Haushaltsgummi sehr hilfreich gewesen, da ich ja nur zwei Hände und keinen hilfreichen Rand vom Tablett mehr hatte. Aber wenn man gerade keinen da hat muss man improvisieren.

Mir blieb dann eine Windel übrig, die ich einfach auf die Puderflasche gesetzt hab. Aus zusammengerolltem Tonpapier hab ich noch eine kleine Kerze gebastelt, die ich dann in die obere Windel gesteckt hab.

Um die zwei Stockwerke hab ich noch hübsche Bänder (gekauft bei Nanu Nana) mit einer großen Schleife gebunden. Zum Schluss hab ich noch zwei bunte Badeenten mit drauf gesetzt und etwas Geschenkband dazwischen drapiert und fertig war meine erste selbstgemachte Windeltorte. Das Ganze hat vielleicht eine halbe Stunde gedauert.

Bitte achtet darauf, dass ihr nichts mit Klebeband auf die Windeln klebt! Sie würden dadurch kaputt gehen!

Wer eine genauere Anleitung mit Bildern haben will schaut doch einfach mal bei Lucia Jolien vorbei.

Und hier noch ein Foto von meiner Torte!